Das Heidberg – Doppel

Beim Gymnasium Heidberg und der Stadtteilschule am Heidberg wurden heute 250 und 120 Schülerinnen und Schüler mit denselben Diskutanten, aber doch anderen Schwerpunktsetzungen besucht. Die Fragen der Schüler am Gymnasium bezogen sich vor allem auf konkrete Probleme der Stadt wie Infrastruktur, Baumaßnahmen und die Planung von Großprojekten, als Schüler eines sportbetonten Gymnasiums wurden viele Fragen zur Breitenförderung angebracht, der Einsatz und Nutzen der DOSB-Mittel für den Breitensport blieb aber auf dem Podium strittig. Die Schüler der Stadtteilschule wollten wissen, was bleibt -inklusive Nutzen und Kosten für Mensch, Stadt und Umwelt.

Olaf Duge, Grüne Fraktion, stellte auf den Podien fest, dass kein Gigantismus vorherrschen solle. Die Bewerbung der Stadt Hamburg sei ökologisch, wirtschaftlich und nachhaltig und wenn der IOC dies nicht wolle, würde Hamburg eben nicht den Zuschlag kriegen.

Gymnasium Heidberg

Joachim Lau von STOPolympia bezweifelte darauf, ob der „korrupte Verein“ IOC das so mit sich machen lasse, vielmahr müsse Hamburg die vorgelegten Verträge bei Zuschlag ohne wenn und aber unterschreiben. Die soziale Erhaltensverordnung der Stadt, so Duge (Grüne), solle genau jene Effekte verhindern, vor denen Mehmet Yildiz, Fraktion die Linke, warnte. In London nämlich seien, so Yildiz, Mieten und Strompreise im Olympia-Bezirk aufgrund der Spiele um das doppelte gestiegen.

„Gibt es einen Krisenplan und was passiert, wenn die Kosten explodieren?“ – die Schüler fragten heute einiges an Zahlen ab, Carl Cevin-Key Coste von den Jungliberalen wies auf den Puffer von 20% hin, der bei der Senatskalkulation bereits integriert sei, ebenso jährliche allgemeine Preissteigerungen von 2%.

Stadtteilschule am Heidberg

„Ich muss meinem alten Mathelehrer widersprechen“ – Joachim Lau von STOPolympia unterrichtet Mathematik, Sijawasch Saremi, Vertreter der Jungen Union, einer seiner ehemaligen Schüler. Selten waren sie sich einig, vor allem was Zahlen anging. Auch die Kosten von Olympia seien nicht zuletzt auch der lokalen Infrastruktur nützlich: In die Schwimmhallen – da kommen auch Rutschen rein“. Juliane Timmermann, SPD-Fraktion, wies wiederholt auch auf die Bedeutung der Olympischen und Paralymoischen Spielen für die Integration hin und sähe diese starke Veranstaltung mit dem vom Senat vorgelegten Konzept gerne in der Stadt.