Dit war Berlin.

Ohne große Ankündigung haben sich spontan 50 Schulen für unsere Tour angemeldet. Wahnsinn! Insgesamt haben wir diesmal 13 Schulen in acht Bezirken besucht und konnten über 2.200 Schülerinnen und Schüler erreichen. Dazu kamen dann noch ungezählte Pressevertreter, aber das nur am Rande 😉

Und jetzt nochmal ausführlich: auf einer Skala von It’s Your Choice, wie großartig war es eigentlich?

160622 Luise-Henriette-Schule Zimmermann MeldungDie Politikerinnen und Politiker waren diesmal ausschließlich Mitglieder des Abgeordnetenhauses. Sie wurden von den Fraktionen nach Sprecherfunktion zu den je vorgeschlagenen Themen, Alter und Nähe zu den Schulen ausgewählt. Alle Politikerinnen und Politiker konnten authentische, lebensnahe Beispiele aus dem Umfeld der Jugendlichen oder der eigenen Biographie anbringen. Mit großem persönlichem Engagement riefen die MdAs der verschiedenen Fraktionen zur Wahl auf. Zwischendurch mussten sie aber auch einige Fragen beantworten.

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Die Themen Wohnungsbau, Integration, Asyl und innere Sicherheit wurden sehr kontrovers, aber ruhig und sachlich diskutiert. Auch Vorurteile und deutlich abweichende Meinungen erhielten den notwendigen Respekt.

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Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich in Applaus und Wortmeldungen sehr interessiert. Es gab wenige dominante Schülerinnen und Schüler, die sich auf Spezialfälle stark konzentrierten und akut Lösungen suchten. Unsere Abstimmungskarten (vorne rot, hinten grün oder umgekehrt) ermöglichten schnelle Stimmungsbilder vom Publikum – aber auch vom Podium. Hier zum Beispiel: bedingungsloses Grundeinkommen – haltet ihr das für eine gute Idee und würdet ihr trotzdem alle arbeiten gehen?

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Immer wieder wurde deutlich: Bürgersprechstunden, Petitionsausschuss und Kontaktmöglichkeiten mit den Abgeordneten sind da. Sie kümmern sich um die Belange der Bürgerinnen und Bürger, auch jener, die sie nicht gewählt haben. Manchmal sind sie aber auf Hinweise angewiesen. Wer etwas verändern will, der muss mit den Abgeordneten und Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen was bewegen. Das macht sogar mehr Spaß als Meckern. Dauert aber manchmal länger.

160622 Askanisches Gymnasium TS alle wollen reden

Besonders akut war die Diskussion an der Martin-Wagner-Schule, die momentan gegen ihre Schließung kämpft. Die Schülerschaft soll auf andere Schulen aufgeteilt werden. Hier kamen wir mit unserem Format genau in die Phase der größten Enttäuschung hinein und unsere Abgeordneten durften sich einiges anhören. Sie zeigten aber auch, an welcher Stelle noch was gehen könnte und  boten ganz konkret Hilfe an. Tatsächlich kam schon wenige Tage später der zuständige Staatssekretär für ein Gespräch in die Schule – wir drücken allen Beteiligten die Daumen und sind umgehauen von so viel Engagement. Von ihnen wird man in den nächsten Wochen noch hören.

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An 12 Terminen führten wir klassisch Podiumsdiskussionen durch, in Lichtenberg am Schul- und Leistungssportzentrum Berlin konnten wir aber auch wieder mit einem Speeddating glänzen. Hier haben wir die eigentlich geplante Podiumsrunde zugunsten längerer intensiver Einzelgespräche gestrichen, weil sich in den kleinen Runden immer neue Fragen ergaben. Auch auf den Podien sind wir oft von der Bühne heruntergerückt oder zumindest an den Rand, wo es möglich war – wir wollten ein echtes Format auf Augenhöhe schaffen. Das kam sehr gut an.

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Wir hatten stets eine gute, offene, auch sehr kritische Aussprache an allen Schulen. Schön beschrieben ist das bei der Süddeutschen Zeitung, die uns besucht und festgestellt hat: Wenn Politik auf Bürger trifft, muss es nicht immer knallen. Und das ist gut so. Und das mit dem Siezen lässt man ganz schnell bleiben.

Podium Lux

Bei der Tour dabei waren folgende Medien, leider sind nicht mehr alle Beiträge online:

Radio: rbb inforadio, Spreeradio, Radio Fritz
TV: Abendschau, RBB aktuell
Print: Berliner Morgenpost, Berliner Woche, Berliner Tagesspiegel, Berliner Zeitung
Online: Spreewild, Süddeutsche Zeitung, B.Z. Berlin

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Ein paar Eindrücke gibt es dann doch noch unter folgenden Adressen:

Von der Eröffnungsveranstaltung am Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Neukölln:
http://www.morgenpost.de/berlin/article207660313/Abgeordnete-treffen-Erstwaehler.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/schwierige-debatten-in-berlin-politiker-diskutieren-mit-schuelern/13707486.html
http://www.spreewild.de/politik/2016/06/its-your-choice-tour-abgeordnete-in-kantine/

vom OSZ Handel I in Kreuzberg:

http://www.berliner-woche.de/friedrichshain/politik/bildung-arbeit-wohnen-was-schueler-von-politikern-wissen-wollen-d103851.html

und vom Grünen Campus Malchow in Lichtenberg:

http://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-zum-berliner-abgeordnetenhaus-kinder-rettet-die-demokratie-1.3037346

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