Finale mit Verlängerung

Einen gebührenden Abschluss fand die It’s Your Choice in Bayern in Schongau. Mit insgesamt 300 Schülerinnen und Schülern war die Diskussion sehr gut besucht und die größte Veranstaltung der gesamten Tour.  Die Schülerinnen und Schüler der Peißenberg-Schule reisten extra an, um bei der Diskussion dabei zu sein.

Anfangs noch etwas ruhig, kamen die Jugendlichen nach dem Warm-Up richtig in Stimmung. Auch hier interessierten die Schülerinnen und Schüler die Themen Asylpolitik, die Legalisierung von Cannabis und die Handynutzung im Unterricht.

It's Your Choice. Foto: L. Gaus

It’s Your Choice. Foto: L. Gaus

Die Meinungen der Politiker/innen sind gefragt

Nachdem die Politiker/innen Stellung zu vielen Fragen der Asylpolitik – Wie wird das mit dem Familiennachzug geregelt? Werden in Zukunft weitere Asylanten aufgenommen? Wie wird sich die Asylpolitik in Bayern in den nächsten Jahren entwickeln? – nahmen, interessierte die Jugendlichen außerdem die Meinung der Politiker/innen zum aktuellen Geschehen.

„Horst Seehofer hat gesagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, Muslime aber schon. Was sagen Sie dazu?“, wollte ein Jugendlicher wissen. Die Herausforderung, die der Moderator Bernd Fiedler den Vertreter/innen der Parteien mit auf den Weg gab, war es, mit nur einem Satz zu antworten. „Deutschland ist für alle da,“ lautete das klare Statement von Andreas Krahl (Die Grünen). Dafür erntete er einen tobenden Applaus von den Jugendlichen. Dem konnte sich Peter Ostenrieder (CSU) nur anschließen: „Die Religionsfreiheit darf nicht in Frage gestellt werden.“

„Ihr habt die Zukunft unseres Landes in der Hand.“

Ostenrieder. Foto: L. Gaus

P. Ostenrieder. Foto: L. Gaus

Gegen Ende der Veranstaltung wurde das Armutsproblem in Deutschland in Bezug zur Flüchtlingspolitik angesprochen. Günther Schachner von den Linken forderte mehr Verteilungsgerechtigkeit

und mehr Perspektiven für die Gesellschaft. Dem widersprach Rüdiger Imgart (AfD): „Anderen etwas wegnehmen, um es zu verteilen, geht nicht.“ Dominik Streit (SPD) erklärte, dass die Armut in Deutschland schon lange da war, bevor die Flüchtlinge da waren. Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler: „Ich wünsche mir, dass ihr interessiert bleibt. Versucht euch euer eigenes Bild zu

machen und nicht von Parolen leiten zu lassen.“ Auch Peter Ostenrieder forderte die Schülerinnen und Schüler auf, die beiden Probleme Armut und Asylpolitik nicht zu mischen. Außerdem wünschte er sich von den Jugendlichen, dass sie neugierig und engagiert bleiben. „Ihr habt die Zukunft unseres Landes in der Hand,“ ermutigte Markus Erhorn die Jugendlichen.

Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung

Die 90 Minuten reichten den Jugendlichen nicht aus, um all ihre Frage zu klären. Als die Politiker/innen den Schülerinnen und Schülern anboten, nach der Veranstaltung noch offene Fragen zu klären, nahmen die Jugendlichen das Angebot dankbar an. „Ich geh zu dem Grünen“, murmelte ein Schüler seinem Freund zu. Auch die angereisten Schülerinnen und Schüler aus Peißenberg blieben extra länger, um ihre Fragen loszuwerden. Ein toller Abschluss von It’s Your Choice, der zeigt, dass die Diskussion nach der Veranstaltung noch richtig ins Rollen kam.